27. April 2012
von Nina Keim
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Social Media für das Auswärtige Amt

Mit dem Beginn des digitalen Zeitalters fiel auch der Startschuss für neue Kommunikationsparadigmen und Entscheidungsprozesse in der Politik. Barack Obama hat es mit seiner Wahlkampagne 2008 vorgemacht. Aber auch für die Außenpolitik und klassische Diplomatie gewinnen digitale Medien zunehmend an Bedeutung. Vorreiter sind erneut die Amerikaner, die sich unter Außenministerin Hillary Clinton das Thema “digital Diplomacy” als Nukleus ihrer Arbeit auserkoren haben.  In einem Interview mit dem Mitarbeitermagazin des Auswärtigen Amts “internAA” habe ich diskutiert, inwiefern auch das Auswärtige Amt Soziale Medien einsetzen sollte.  Viel Spaß beim Lesen!

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19. April 2012
von Nina Keim
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Kollaborative Filmproduktion

Zweifelsohne ist “das Kollektiv” aktuell im Trend. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine Publikation über Schwarmintelligenz, Crowdsourcing oder partizipative Verfahren berichtet. Das Grundgerüst der Weisheit der Massen ist schnell erklärt: Anhand verschiedener Methoden wird die kollektive Intelligenz der Masse aktiviert. Anschließend erarbeitet die Gruppe in einem kollaborativen Prozess die Ergebnissen.

Das Beispiel des Science-Fiction Films “Iron Sky” zeigt beeindruckend, dass auch traditionell geschlossene Prozesse, wie etwa eine Filmproduktion, aufgebrochen und für die Masse geöffnent werden können. Während klassische Filmproduktionen von Filmemachern für die Zuschauer produziert werden, konnten Interssierte sich bereits während des Entstehens des Films aktiv am Prozess beteiligen. Die Macher von Iron Sky haben die Beteiligung auf drei Ebenen zugelassen und somit neue Maßstäbe für kollaborative Filmproduktionen gesetzt.

1. Crowd Sourcing: Die Fans wurden aktiv in die Stoffentwicklung einbezogen. Dieser eher ungewöhnliche Schritt scheint aber gerade zum Aufbau einer Fangemeinde rund um den Film beigetragen zu haben. Fans konnten im Internet ihre Ideen zu dem Film kund tun.

2. Crowd Funding: Fans konnten mit einem beliebigen Betrag die Filmproduktion unterstützen. Als Gegenleistung erhielten sie z.B. exklusive Einblicke in die Produktion.

3. Crowd Investing: Die spätere Zielgruppe des Films konnte bereits während der Produktionsphase Anteile zwecks späterer Gewinnbeteiligungen erwerben.

Auch wenn der Film inhaltlich nicht jedermanns Sache ist, zeigt das Beispiel Iron Sky doch sehr deutlich, dass verschiedenste Ansätze der Beteiligung in nahezu allen Arbeitsbereichen eingeführt werden können. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass eine Bereitschaft zur Öffnung auch traditionell geschlossener Prozesse ermöglicht wird.

Wie genau der Prozess des Filmschaffens von den Machern von Iron Sky revoutioniert wurde, haben sie in einem kurzen Video zusammengefasst:

14. February 2012
von Nina Keim
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Direkte Kommunikation und nicht direkte Demokratie – Die Bundeskanzlerin im Interview zum Bürgerdialog

Vergangene Woche hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Live-Interview mit Politik-Digital.de über ihre Motivation und Zielsetzung, den 2011 gestarteten Zukunftsdialog der Bundesregierung auch unter direkter Beteiligung der Bürger zu gestalten.

Laut der Bundeskanzlerin haben neue Technologien und Medien dazu geführt, dass auf Regierungsebene die Bekanntschaft von Methoden der digitalen Bürgerbeteiligung steigt und daher auch eine größere Bereitschaft existiert, sich dieser Methoden zu bedienen. Allerdings merkt sie an, dass die digitale Bürgerbeteiligung zum jetzigen Zeitpunkt kein repräsentatives Meinungsbild liefert und somit nicht von einer „direkten Demokratie“ gesprochen werden kann. Erst wenn alle Bürger Deutschlands einen Zugang zum Internet haben und alle weiteren Schwellen zur Teilhabe eliminiert sind kann von einer Näherung an eine direkte Demokratie gesprochen werden. De facto können aktuell nicht alle 80 Mio. Deutsche an dem Dialog im Internet teilnehmen. Daher sollte eher von „direkter Kommunikation“ gesprochen werden.

Der Bürgerdialog der Bundeskanzlerin ist in einen Mehrstufenprozess aufgeteilt. In einem ersten Schritt identifizierten 120 ausgewählte Fachleute (seit Frühjahr 2011) die für sie brennenden Herarausforderungen für Deutschlands Zukunft. In einem zweiten Schritt sind nun die Bürger gefragt, ihre Vorschläge und Herausforderungen unabhängig von dem Expertenvotum einzureichen.

Eingebettet in den langfristig angelegten Zukunftsdialog der Kanzlerin sollen so Lösungsvorschläge auf drei zentrale Fragen erarbeitet werden: Wie wollen wir in Zukunft – in fünf bis zehn Jahren- zusammenleben? Wovon wollen wir in Zukunft leben? Wie wollen wir in Zukunft lernen?

Auf www.bundesregierung.de wird die Methode zum Bürgerdialog wie folgt erkläutert:

Eingereichte Vorschläge werden, sofern sie mit den Regeln des Bürgerdialogs vereinbar sind, vom Redaktionsteam freigeschaltet. Sie sind dann auf www.dialog-ueber-deutschland.de für alle sichtbar und können bis zum 15. April 2012 online kommentiert und bewertet werden. Die Absender der besten zehn Vorschläge – also diejenigen, die die meisten Stimmen der Netzgemeinde erhalten – werden am Ende des Zukunftsdialogs ins Bundeskanzleramt eingeladen. Voraussichtlich im September 2012 können sie dann mit der Bundeskanzlerin über ihre Ideen und Vorschläge sprechen. Die gleiche Einladung erhalten die Absender jener zehn Vorschläge, die von den unabhängigen Fachleuten des Expertendialogs und Mitarbeitern des Bundespressamtes nach fachlicher Prüfung als erfolgversprechend ausgewählt wurden.

Im Interview ist Bundeskanzlerin Merkel auch auf unterschiedliche Themenbereiche eingegangen, bei denen sich ein Bürgerdialog eignet. Hier ist es meines Erachtens besonders interessant, dass sie zwischen tagesaktuellen und langfristig angelegten Themenkomplexen unterscheidet. Die Bürgerbeteiligungsverfahren eignen sich vor allem bei langfristig angelegten Projekten, so Merkel. Bei tagesaktuellen Themen wie z. B, Eurokrise seien die Bürgerbeteiligung und der Bürgerdialog schwer(er) umzusetzen.

Diesen Ansatz kann ich nur zu gut unterstreichen. Die Handlungsfähigkeit der politischen Entscheidungsträger muss schließlich bei brennenden Themen gewahrt bleiben. Hier fehlen uns valide Verfahren, um Bürgerbeteiligung bei tagesaktueller Politik möglich zu machen. Zudem leben wir in einer Repräsentativen Demokratie, in der gerade zu diesem Zwecke Vertreter von der Bevölkerung gewählt werden. Gerade aber bei langfristig angelegten Projekten (z.B. Infrastrukturprojekte), die die Bürger direkt betreffen, ist die frühzeitige, ernst gemeinte und wohl organisiert und kommunizierte Bürgerbeteiligung ein wichtiger Grundbaustein, um langfristig die Zustimmung der Bürger für Projekte zu erhalten.

Das gesamte Interview mit Bundeskanzlerin Merkel ist inzwischen als Video-Mitschnitt auf You-Tube abrufbar:

 

24. January 2012
von Nina Keim
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Demokratie beginnt im Kindergarten

kindergarten, in session

Wie wichtig es für alle Mitglieder unserer Gesellschaft ist, Demokratie zu erlernen hatte ich bereits in meinem letzten Beitrag angedeutet. Durch politische Bildung vom Kindheitsalter an kann der gesellschaftliche Zusammenhalt in einer Demokratie gestärkt und Partizipation und Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen gesteiergt werden.

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat am 9. Januar ein Buch veröffentlicht, das sich mit der Partizipation in Kindertageseinrichtungen befasst und schildert, wie demokratische Grundbegriffe wie Partizipation, Engagement und Dialog spielerisch erlernt werden können.

Strittige Großprojekte wie der Stuttgarter Bahnhof oder der Flughafenbau in Berlin zeigen: Die Beteiligten legen die demokratischen Spielregeln mitunter sehr unterschiedlich aus. Dies zeigt, dass solche Regeln kein selbstverständliches Allgemeingut menschlichen Verhaltens sind, sondern erlernt und eingeübt werden müssen. So drängt sich die Frage auf, wo und wie unser demokratisches Grundverständnis gesellschaftlich vermittelt, er- und gelebt wird. Die Beiträge dieses Bandes möchten das Bewusstsein dafür schärfen, wie dringlich es ist, schon in kindlichen Lebenswelten Begriffe wie Partizipation, Dialog, Engagement und Recht mit Leben zu füllen. Sie zeigen Chancen und Möglichkeiten demokratischer Partizipation in Kindertageseinrichtungen und führen methodisch in die Praxis von Demokratiebildung in Kitas ein. [mehr Infos]

Meiner Meinung nach ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Kindern und Jugendlichen Kenntnisse über das politische System zu vermitteln, um es ihnen zu ermögichen, als autonome und mündige Staatsbürger aufzuwachsen. Kinder und Jugendliche sollten schon frühzeitig dazu ermuntert werden, sich mit den Herausforderungen ihres Alltags – und somit zugleich mit den Herausforderungen unserer Gesellschaft – auseinanderzusetzen. Hierzu müssen aber alle Bindeglieder unserer Gesellschaft anpacken. Neben dem Elternhaus und den Schulen sind es KITAs, Vereine und Kiez-Einrichtungen, die neue und kreative Formate zur politischen Bildung entwickeln und einführen müssen. Andererseits ist die Politik gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen für diese Formate zu schaffen. Zudem sollten auch Unternehmen und Stiftungen ihr Engagement verstärken und die finanziellen Mittel, z.B. durch zugeschnittene Förderprogramm, bereitzustellen. Es handelt sich hierbei schließlich um eine Investition in die Zukunft – unsere Zukunft.

30. November 2011
von Nina Keim
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Politische Bildung als Zukunftsvorsorge der Demokratie

In einer gestern veröffentlichten Erklärung fordert der Bundesausschuss Politische Bildung, dass Schule und die Jugend- und Erwachsenenbildung noch intensiver demokratische Grundbildung betreiben sollten. Insbesondere mit Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen und neuen Erkenntnisse zum Rechtsextremismus fordert der Vorsitzenden des Ausschusses Lothar Harles mehr Information, umfangreichere Aufklärung sowie die Aufstockung der Mittel für die Politische Bildung.

„Spätestens jetzt sollten bundesweit alle gesellschaftlichen Kräfte und finanziellen Ressourcen für eine demokratische Gesellschaft mobilisiert werden.“

Folgt man einer allgemeinen Definition, so zielt darauf die politische Bildung darauf ab, systematisch Kenntnisse über das politische System zu vermitteln und Toleranz und Kritikfähigkeit zu stärken, um die Bürger zu autonomen und mündigen Staatsbürgern zu erziehen. Kurz gefasst gilt es, Demokratie zu erlernen und Partizipation zu steigern. Im Kontext der aktuellen Debatte zum Rechtsextremismus in Deutschland geht Harles noch einen Schritt weiter:

„Die politische Bildung ist Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen – ganz ohne V-Leute. Nur mit dieser präventiven Grundhaltung, die Eigenheiten und Vorzüge unseres demokratischen Systems aktiv vermittelt ohne dessen Grenzen und Probleme auszublenden, wird es gelingen, auch zukünftig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu garantieren. Die Gegner stehen nicht wie früher der Gesellschaft gegenüber, sondern wirken mittendrin.“

24. November 2011
von Nina Keim
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Ein dialogischer Monolog

Noch vor knapp einem Jahr hatte die Bundeskanzlerin keinen eigenen YouTube-Kanal und verbreitete ihre Videos in einem ausschließlich geschlossenen – also nicht über dritte Plattformen veröffentlichten – Format direkt auf der Webseite des Bundespresseamts.

Dass die Bürger sich heute zunehmend über digitale Medien beteiligen wollen und ihre Mitsprache teilweise gar einfordern, ist aber auch am Bundeskanzleramt nicht vorbeigegangen. Die logische Schlussfolgerung lautet also: “Lass mal einen YouTube-Kanal der Bundesregierung einrichten, auf dem die Bundeskanzlerin sich dialogisch geben kann.” Was dabei rausgekommen ist, ist eine Kanzlerinnen-Offensive, die zwar als “Digitaler Dialog” betitelt wurde, genau betrachtet aber doch eher ein dialogischer Monolog mit Unterstützung von Bewegtbildern ist.

“Sie haben gefragt, die Bundeskanzlerin hat geantwortet” – so lautet die Tagline der Initiative. Doch bereits hier steckt der Wurm drinnen. Der Bürgerdialog hat zeitlich versetzt stattgefunden. In einem ersten Schritt wurden die Bürger aufgefordert, ihre Fragen einzureichen. Erst in einem zweiten Schritt werden die Antworten der Kanzlerin gebündelt per Video zurück gespielt. Ein Nachhaken von Seiten der Bürger wurde so formatbedingt von vorne herein ausgeschlossen. Für mich stellt sich hier die Frage, ob ein solches Format dann tatsächlich noch den Namen “Dialog” tragen darf. Meines Erachtens setzt ein dialogisches Format  die annähernde Gleichberechtigung der beteiligten Teilnehmer voraus. Im Falle des digitalen Bürgerdialogs mit der Kanzlerin war dies nicht der Fall. Was meint ihr? Darf ein solches Format tatsächlich den Titel “Digitaler Bügerdialog” tragen?

26. October 2011
von Nina Keim
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Medienkompetenz, where are you?

In einer digitalisierten Gesellschaft ist ein Leben fern ab von Internet, Smartphones und sozialen Netzwerken nicht mehr vorstellbar. Nahezu alle Bereiche des Alltags haben eine Verlagerung in die virtuelle Welt vollzogen. Wir kaufen online ein, telefonieren mit Bild, Ton und Video über Skype – ja gar die Partnersuche ist dank virtuellen Partnerbörsen wie Parship oder Elitepartner möglich. Doch mit dem neuen Lebensalltag geht auch die Verpflichtung einher, sicher in dieser neuen “Welt” zu leben.

Sicherheit in diesem Kontext steht aber nicht nur für “Kompetenz” bezüglich der neuesten, trendigen und innovativen Plattformen. Ein sicherer Umgang mit den Netz steht meiner Meinung nach auch für die umfangreiche Kenntiss und Fähigkeit, das Medium Internet so zu nutzen, dass die Privatsphäre geschützt ist. Medienkompetenz ist hier das Stichwort. Auf den Münchner Medientagen vergangene Woche konnte ich spannendes Panel mitverfolgen, das sich unter anderem mit Cybermobbing, Privatheit und Privatsphäre sowie Medienkompetenz befasste.

Besonders spannend war für mich in diesem Zusammenhang die Diskussion über das “Privacy Paradox”. Zwar wissen viele, wie sie sich kompetent durch die virtuelle Welt navigieren und ihre Privatsphäre durch gezielte Einstellungen schützen können, in die Praxis umsetzen tun es aber die wenigsten. Es herrscht eine geringe Sensibilität gegenüber der Notwendigkeit, die eigene Privatsphäre zu schützen.

Neben diesen Cyber Savants, die aus einer bewussten Entscheidung hinaus, für vollkommene Offenheit im Netz stehen, gibt es aber auch eine junge Generation, die zwar mit den digitalen Medien aufwächst, aber keinen Mentor hat, der ihnen die Werte wie Persönlichkeitsschutz, Anonymität und Privatsphäre  authentisch und mit Bezug auf die digitale Welt vermitteln kann. Da sind zum Beispiel die “alten” Lehrer, die zwar Medienkompetenz laut Lehrplan unterrichten können und sollen – aber den Einsatz und die Möglichkeiten des Webs zunächst von den Schülern erklärt bekommen müssen. Auf der anderen Seite sind die Verfechter der uneingeschränkten Offenheit, die ihre Privatsphäre nahezu komplett in das offene, jedem zugängliche Netz verlagert haben. Den idealen Vermittler von Medienkompetenz sehe ich genau im Mittelpunkt dieser beiden Extreme. Die Möglichkeiten und Chancen einer offenen Gesellschaft sollen aufgezeigt werden. Zugleich muss aber auch die Fähigkeit vermittelt werden, gewisse Schutzmaßnahmen einzurichten. Auch wenn das Internet unsere Gesellschaft maßgeblich geprägt und gewisse Handlungen grundlegend verändert hat, bestehen doch demokratische Grundprinzipien wie Freiheit und das Recht auf Anonymität und der Schutz der Persönlichkeit fort.

8. September 2011
von Nina Keim
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Engagement Pur: Vier Frauen für ein Kinderhospiz

In Neu-Isenburg beweisen gerade vier Power-Frauen, wie man sich mit vollem Einsatz und viel Leidenschaft für einen guten Zweck einsetzen kann. Sie organisieren und veranstalten die Charity-Veranstaltung “Cut & Help” unter der Schirmherrschaft des Neu-Isenburger Bürgermeisters Herbert Hunkel. Mit der Aktion sollen Spenden gesammelt werden, um das Kinderhospiz BÄRENHERZ in Wiesbaden finanziell zu unterstützen. Das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden wurde 2002 eröffnet. Seitdem kümmert sich das Team liebevoll um sterbenskranke Kinder zwischen 0 und 18 Jahren.

Die Besonderheit an “Cut & Help” ist die Verknüpfung von “Dankeschöns” bzw. Gegenleistungen an die Spende. Was im Crowdfunding – wie etwa für mein ehrenamtliches Filmprojekt TEARS IN RAIN – Gang und Gebe ist, findet auch bei “Cut & Help” Einsatz. Statt Spendenquittungen gibt es eine wundervolle Gegenleistung für den finanziellen Beitrag zum Projekt. Bei Filmprojekten kann das die namentliche Nennung des Unterstützers im Abspann sein. Bei “Cut & Help” gibt es einen neuen Haarschnitt. 10 Friseure werden in einem 24-Stunden Marathon (2 Tage á 12 Stunden) ohne Honorar ca. 250 Personen die Haare schneiden (Cut & Go Prinzip). Jeder bezahlt das, was ihm der Haarschnitt wert ist, mit Hinweis auf die Spendenaktion für Bärenherz. Alle Einnahmen der Veranstaltung (Haarschnitte, Gastronomie etc.) gehen als Spende an Bärenherz. Wer jetzt bereut, nicht früher von der Aktion erfahren zu haben, kann beruhigt sein: Die Aktion startet am 17. und 18. September 2011 in Neu-Isenburg. Es bleibt also noch genug Zeit, die Koffer zu packen, Ideen und Anregungen für den neuen Haarschnitt zu sammeln und nach Neu-Isenburg aufzubrechen. Hier die wichtigen Eckdaten:

Veranstaltungsdatum und Veranstaltungszeiten: 17. & 18.09.2011 jeweils von 09:00 – 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: 63263 Neu-Isenburg in und vor dem Friseursalon Kurz oder Lang, Waldstraße 125,

 

5. August 2011
von Nina Keim
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Freiwilligenmanagement auf Amerikanisch

Am 1. Juli 2011 startete der Bundesfreiwilligendienst (BFD) als “Ersatz” für den Zivildienst und die Wehrpflicht, die  zum 30. Juni 2011 ausgesetzt wurden. Von nun an kann jeder – ganz gleich ob Mann oder Frau, alt oder jung – sich aktiv gesellschaftlich einbringen und sozialen, kulturellen, ökologischen oder anderen gemeinwohlorientierten Tätigkeitsfeldern zu engagieren. Theoretisch betrachtet scheint das Konzept einer aktiven Bürgergesellschaft, die sich gesellschaftlich engagiert aufzugehen. Doch Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass neben den Rahmenbedingungen, wie etwa der Schaffung des BFD, auch eine Kultur des Engagements innerhalb der Bevölkerung geschaffen werden muss, um langfristige Bürgerbeteiligung zu fördern. Auch Familienministerin Dr. Kristina Schröder hat dies erkannt und sagt, dass der BFD “den Nährboden für eine neue Kultur der Freiwilligkeit in Deutschland bieten.“

Dieser Herausforderung, freiwilliges Engagement kulturell zu verankern, hat sich die Initiative ProDialog in einer Studie angenommen und in Form von Best Practices aus den USA Umsetzungsbeispiele zusammengetragen, die Impulse für die deutsche Freiwilligenorganisation liefern:

Freiwilligenengagement in den USA – Best Practice für Deutschland

“NPOs sehen sich einer immer größeren Konkurrenz um diejenigen Bürger gegenüber, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. Im Hinblick auf erfolgreiche Motivation, Mobilisierung und Einbindung von Freiwilligen können deutsche Organisationen von Freiwilligeninitativen in den USA lernen. Die Studie analysiert mit Hilfe von Best Practice-Beispielen diese drei zentralen Bereiche des Freiwilligen-Management und gibt anhand konkreter Umsetzungsbeispiele Impulse für Innovationen in deutschen NPOs.”

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21. April 2011
von Nina Keim
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Engaging Stakeholders throughout the Filmmaking Process

 

New Muslim Cool - a social issue documentary, Photo by Jennifer Maytorena Taylor

Just about a year ago, I authored a field report called “New Muslim Cool: Engaging Stakeholders throughout the Filmmaking Process” for American University’s Center for Social Media. Published as part of the Future of Public Media project, these field reports explore publics form around participatory and multiplatform media projects. New Muslim Cool is the last field report in a series of six conducted between 2007 and 2010. In it, I analyze how the feature-length documentary film New Muslim Cool engaged stakeholders in the filmmaking process, resulting in a film that inspires young American Muslims, promotes an interfaith dialogue and helps users overcome prejudices about the Muslim youth community in the United States. With the democracy movement in Northern Africa and vivid discussions about Anti-Terrow-Legislations in Germany, I find it beneficial to take a look at how media such as film can advance interfaith diaglogue and intercultural communication to ultimately overcome prejudices.

If your’re interested, you can read and download a PDF copy of the field report on the CSM Website.

31. December 2010
von Nina Keim
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Neues Jahr – neue Vorsätze

Pünktlich zum Jahreswechsel ist es auch wieder Zeit, die guten Vorsätze für das neue Jahr festzulegen. Doch nicht nur Einzelpersonen schöpfen neue Motivation aus den Vorsätzen. NGOs können sich ebenfalls auf den Prüfstand stellen und bestimmen, was im kommenden Jahr verbessert werden soll. Oftmals sind es die kleinen Dinge, die die Institution noch besser aufstellen. Hier sind einige Anreize für ihre Vorsätze für das Jahr 2011:

1. Kostenlose Ressourcen für Non-Profits effektiver nutzen
Non-Profit Organisationen sind auf Spendengelder und aktives Fundraising angewiesen. Umfangreiche Ressourcen zur Weiterbildung der amtlichen oder ehrenamtlichen Mitarbeiter bleiben oftmals nicht übrig. Doch Weiterbildung muss nicht teuer sein. Durch ein Abonnement kostenloser Newsletter sind die Mitarbeiter schnell und kontinuierlich auf dem aktuellen Stand. Besonders informativ sind der BBE-Newsletter oder das KM Magazin vom Kulturmanagement Netzwerk. Wer sich für internationales Fundraising interessiert sollte zudem den englischsprachigen Newsletter Funds for NGOs abonnieren. Die Redaktion veröffentlicht regelmäßig Hinweise zu Aktuellen internationalen Ausschreibungen.

2. Social Media zielgerichteter einsetzen
Um Social Media kommt eigentlich kaum eine NGO noch herum, schließlich gilt es die zunehmend netzaffinere und jüngere Zielgruppe dort abzuholen, wo sie sich befindert im Social Web. Für Einsteiger lohnt es sich, die Studie zur digitalen Gesellschaft der D21 Initiative durchzulesen, um einen Überblick zum digitalen Engagement der deutschen Bevölkerung zu erhalten.

3. Zielgruppen aktiv in das Geschehen einbeziehen
Im 21. Jahrhundert fordern die Bürger eine aktive Teilhabe und Teilname an allem was sie interessiert. Zurecht! Denn das Web 2.0 ermöglicht die direkte Einbeziehung von Zielgruppen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, durch Umfragen, Abstimmungen oder Wettbewerbe die Zielgruppe zu einem maßgeblichen Bestandteil einer geplanten Kampagne zu machen? Die aktive Beteiligung erhöht die Identifikation jedes Einzelnen mit der Kampagne und bringt somit ungeahnte Erfolgschancen mit sich.

Was sind Ihre Vorsätze für das neue Jahr? Das Aktiviererblog wünscht allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das Jahr 2011.